Story: Flüchtlingshilfe konkret beim Familienherz

SiegelDie sogenannte „Flüchtlingskrise“ war wahrscheinlich eines der wichtigsten Themen in 2015, ist es aber auch in 2016 – und das nicht nur in den Medien, sondern auch in den Herzen der Menschen. Spätestens im August 2015 wurde einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass die Problematik sich weder über Nacht lösen wird, noch ohne die Hilfe von Bürgerinnen und Bürgern zu bewältigen ist. Seitdem engagiert sich die Zivilgesellschaft in einem bisher selten dagewesenen Maße für die Belange Geflüchteter aus dem Nahen Osten, vor allem Syrien, verschiedenen afrikanischen Ländern, den Balkanstaaten sowie vielen anderen Gebieten, in denen Menschen von Krieg und Verbrechen gegen die Menschenrechte bedroht sind.

Auch den BKK∙VBU Familienherz e.V. hat diese Thematik selbstverständlich erreicht und beschäftigt. Wir haben erst einmal viel recherchiert, gelesen und telefoniert und dann einen Aufruf an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BKK∙VBU gerichtet. Neben der damit verbundenen Spenden-Sammelaktion wollten wir wissen: Wie engagieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BKK∙VBU? Gleichzeitig wollten wir eine Plattform zum Austausch bieten und erfahren: Was können wir tun?

Von der Resonanz waren wir begeistert. Innerhalb kurzer Zeit kamen Dank der Spenden einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie als Ergebnis eines Saftverkaufs anlässlich des Gesundheitstags in der Hauptverwaltung der BKK∙VBU fast 1.200 Euro zusammen. Die Spenden konnten wir bisher in zahlreiche Gutscheine für Drogeriemärkte investieren, die wir einmal an „moabit hilft!“ am LAGeSo und einmal an eine Notunterkunft in Altglienicke vergeben haben. Zuletzt konnten wir uns an den Kosten für eine Waschmaschine für die Bekannte einer Kollegin und ihre kleine Tochter, die nach vier Jahren endlich aus der Notunterkunft in eine eigene Wohnung ziehen konnte, beteiligen. Der Dank und die Freude der Empfänger waren groß und wir waren froh, damit zumindest einigen Geflüchteten die Versorgung mit dem Nötigsten ermöglichen zu können.

Was sonst noch geschah: Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spendeten ihre Reisekosten; der Sohn einer Kollegin sammelte an seinem Kindergeburtstag unter den Gästen und ließ unserem Verein ein hübsches Sümmchen für die Flüchtlingshilfe zukommen – toll! Wir sind begeistert vom privaten Engagement der VBU’ler: Viele Kolleginnen und Kollegen haben schon alles von Geld über Bettwäsche, Wörterbücher, Kleidung, Möbel und Lebensmittel bis hin zu Schulmaterialien und Fahrrädern gespendet. Dabei setzen sich viele aktive Helferinnen und Helfer vor allem für Initiativen in der Nähe ihres Wohnortes oder in ihrem Kiez ein, was wir sehr sinnvoll finden.

Oft wurden und werden wir gefragt: Was kann ich denn tun? Wo soll ich anfangen?

Wir haben versucht, die vielen Fragen in dieser schwierigen und häufig undurchsichtigen Situation zu beantworten und stellen immer wieder fest: Helfen ist oft gar nicht so schwer, wie man denkt – man muss nur damit anfangen. Es ist aber nicht immer ganz einfach, den richtigen Ort und die geeignete Initiative für den persönlichen Anfang zu finden. Wir freuen uns, dass wir hier das eine oder andere Mal vermitteln konnten. Neben der Hilfe bei der Gewährleistung der Grundversorgung der neu Angekommenen scheint Zeit die beinahe wichtigste Spende zu sein: ob als Beistand bei Behördengängen, „Retter in der Not“, Ratgeber oder einfach neuer Freund und Nachbar – denn dort fängt Integration an.

Der BKK∙VBU Familienherz e.V. möchte seinen Mitgliedern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKK∙VBU weiterhin eine Plattform zum Austausch zu diesem Thema bieten und bemüht sich, alle Fragen zu beantworten, Tipps zu geben und zu vermitteln. Als Nächstes planen wir, die Aktion eines Mitarbeiters der BKK∙VBU zu unterstützen, der ehrenamtlich Fahrräder für Geflüchtete sammelt, deren Notunterkunft in einem sehr ländlichen Teil Brandenburgs fernab von Bussen und Bahnen liegt und somit den ohnehin schon schweren Alltag der Menschen verkompliziert. Wir wünschen dem Kollegen viel Erfolg und freuen uns, ihn bei seiner Aktion unterstützen zu dürfen.

Möchten Sie uns bei unserem Engagement für Geflüchtete unterstützen? Bitte nutzen Sie das Spendenkonto unseres Fördervereins (IBAN: DE65 1005 0000 0190 5209 49, BIC: BELADEBEXXX) und das Stichwort „Flüchtlingshilfe“. Herzlichen Dank!